Süßholz raspeln?

Aktualisiert: 29. Nov 2019

„Freundliche Reden sind Honigseim, süß für die Seele und heilsam für die Glieder.“ (Sprüche 16,24)

Im Volksmund heißt es: "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus." Worte können viel Schaden anrichten und auch eine Menge Freude bewirken. Da gibt ein Wort das andere und ein handfester Streit bricht vom Zaun. Manchmal wirken solche Worte über Generationen hinweg und reißen Gräben zwischen Menschen auf.

Der Bibel ist nichts menschliches fremd. Im Buch der Sprüche gib es einen guten Tipp für das sprachliche Miteinander.

„Freundliche Reden sind Honigseim, süß für die Seele und heilsam für die Glieder.“ (Sprüche 16,24)

Die Sprache mag etwas altertümlich klingen. Von Honigseim ist heute nur sehr selten die Rede. Aber der Inhalt ist hochaktuell.

Ein ermutigendes und freundliches Wort tut jedem gut. Es ist eine Wohltat für die Seele. Für den inneren Menschen, für das Herz. Und darüber hinaus wirkt es sogar bis in den Körper hinein. Auch ihm tut es gut.

Oft bedarf es gar keiner langen Reden, um etwas Gutes und Positives zu sagen. „Schön, dass es dich gibt.“ Oder: „Das hast du aber gut gemacht.“ Sind vielleicht nur zwei ganz einfache Beispiele.

Kürzlich wollte ich gerade aus dem Haus gehen, da schaute mich mein kleiner Sohn an und sagte: „Papa, ich hab dich lieb.“ Das fand ich sehr rührend. Mir hat es wirklich gutgetan. Einem kleinen Kind gesteht man noch eine solche Aussage zu, aber je größer wir werden, umso schwerer fällt uns das. Warum eigentlich?

Vielleicht sollten wir es doch einmal ausprobieren. Es liegt ja letztlich in unserer Hand oder sollten wir besser sagen, in unserem Mund. Wir können etwas Gutes, etwas Positives sagen. Und ich glaube, die meisten Menschen werden dankbar und freundlich antworten.


Sören Lange (Pfarrer)



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